Homeoffice – Fluch oder Segen

Am Anfang und teilweise noch heute habe ich oder arbeite ich von zu Hause aus oder neudeutsch –  im Homeoffice. Anfänglich spielten natürlich die Kosten für ein extra Büro eine Rolle, aber später schätzte ich immer mehr die flexiblen Arbeitszeiten.

Wenn ich früher – also in der Zeit vor Corona – auf die Frage und „wo arbeitest Du“ mit „vom Homeoffice aus“ antwortete, dann assoziierten viele damit langes Ausschlafen, entspanntes frühstücken, Jogginghose (besitze ich gar nicht), Arbeiten vom Küchentisch, keine lästige Anfahrt, langes Telefonieren mit Freunden und wie praktisch zwischendurch kann man noch schnell den Haushalt schmeißen, die Waschmaschine anwerfen und staubsaugen….und eigentlich ist das doch mehr ein Hobby als „richtiges“ Arbeiten.

Dann kam Corona ….

Und mit der Corona-Krise hat sich die Arbeitswelt binnen kurzer Zeit von Millionen von Bürgern komplett verändert. 

Die Bürohäuser sind leer, Kantinen und Poststellen arbeiten nur noch im Notbetrieb. Viele Büro-Angestellte wurden mehr oder weniger freiwillig ins Homeoffice versetzt. 

Das, was sich früher ja so entspannt anhörte, entwickelt sich nun zur Herausforderung für alle – für den Single in seiner Wohnung, für Paare und erst recht für diejenigen, die schulpflichtige oder Kindergarten Kinder zusätzlich zur eigenen Arbeit betreuen müssen. 

Und viele stellen fest, so toll ist das ja doch nicht!

Das beginnt schon mit dem „Arbeitsplatz“! Das geht von dem eigenen, geschlossenen Arbeitszimmer, der Arbeitsecke im Wohn- oder Schlafzimmer, dem Küchen- oder Esstisch bis hin zum Platz auf dem Sofa. Aber neben den allgemeinen logistischen Problemen gibt es noch weitere – persönliche -Probleme oder Herausforderungen.

Und viele stellen sich die Frage: Wie bekomme ich das alles auf die Reihe?

„Selbstdisziplin“ ist das Zauberwort!

Selbstdisziplin ist die Basis für Homeoffice. 

Dazu gehören:

  • ein fest eingerichteter Arbeitsplatz
  • feste Arbeitszeiten
  • Bürokleidung

Ein fest eingerichteter Arbeitsplatz – wo auch immer in der Wohnung – ist ein MUST! Man muss wissen, wo man hingehört. Das kann im härtesten Fall natürlich auch das Sofa sein, aber dann ist es auch „die“ eine Ecke. 

Feste Arbeitszeiten sind ebenfalls ganz wichtig – schon um sich den Unterschied zum Wochenende zu verinnerlichen. Feste Arbeitszeiten bedeuten feste Strukturen und (möglichst) keine Ablenkungen. In den seltensten Fällen oder natürlich gar nicht, steht man im Büro auf und wäscht seinen Pullover oder… oder…. Bürozeiten sind Bürozeiten und Haushaltszeiten sind Haushaltszeiten.

Bürokleidung? Ja! Natürlich ist es bequemer in Jogginghose auf dem Sofa zu lümmeln, aber genau das ist das Problem. Normalerweise verbringt man zu Hause seine Freizeit und ist entsprechend konditioniert. Trägt man Freizeitklamotten ist man in der entsprechenden „Freizeit-Stimmung“. Umgekehrt gilt das Gleiche. Kleidet man sich so, wie man sich auch im Büro kleidet, dann ist man auch in der entsprechenden „Büro-Stimmung“. Natürlich muss man zu Hause nicht mit Krawatte sitzen, aber zwischen Krawatte, Businesskostüm und Jogginghose gibt es natürlich noch eine goldene Mitte.

Warum fällt Homeoffice so vielen so schwer?

Viele vermissen ihre Kollegen und den direkten Kontakt und Gedankenaustausch. Außerdem gibt es keine klare Abgrenzung zwischen Arbeit und Privatleben. Hat man die Bürotür geschlossen, hat man die Arbeit für diesen Tag hinter sich gelassen und auf dem Heimweg abgeschaltet. Das Nach-Hause-Kommen bedeutet für viele Jacke und Schuhe aus, rein in die Wohlfühlklamotten und ab aufs Sofa! Aber das Zuhause ist beim Homeoffice kein Zuhause als Rückzugsort mehr, sondern ein Büro mit der oft liegengebliebenen Arbeit!

Eine UN Studie zeigt, dass Arbeitnehmer im Homeoffice tatsächlich mehr unbezahlte Arbeit leisten und eher an Stress und Schlaflosigkeit leiden. Auch die fehlende gegenseitige Kontrolle verleitet manch einen, sich zu viel zu zumuten, denn niemand will als einer dastehen, der nichts schafft. 

Wenn man also für sich eine möglichst klare Trennung erreichen kann, dann ist schon viel gewonnen.

Haltet durch – ihr schafft das!

Bleibt gesund!

#stayathome #haltetdurch #bleibtgesund

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